Übersicht Jahr 2012 Februar
Innenminister Markus Ulbig: „Die Kriminalität im vergangenen Jahr bewegt sich auf dem Niveau der Vorjahre. Hier nimmt Sachsen bundesweit einen der sichersten Plätze ein. Mein Dank richtet sich besonders an die sächsische Polizei, die durch ihre professionelle Arbeit an diesem Ergebnis maßgeblich Verdienst hatte. Besonders erfreulich ist der Rückgang der Kfz-Kriminalität sowie der Kriminalität an der sächsischen Außengrenze. Grenzüberschreitende Kriminalität kann auch nur grenzüberschreitend wirksam bekämpft werden. Daher ist die Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden besonders wichtig. Die Kooperation bei der Bekämpfung der Betäubungsmittel-, der Eigentums- sowie der Schleusungskriminalität sind hierbei besonders wichtig.”
In einem Brief an Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich hat sich der Görlitzer OB Joachim Paulick gegen einen weiteren Stellenabbau bei der Bundespolizeidirektion Pirna ausgesprochen. „Wie ich schon am 24. Februar 2012 auf der Pressekonferenz der Gewerkschaft der Polizei in Markersdorf ausführte, ist es in der derzeitigen Situation, bei einem merklichen Anstieg von Eigentumsdelikten mit grenzüberschreitendem Hintergrund nicht einfach hinnehmbar, dass neuer Stellenbedarf z. B. an den großen deutschen Flughäfen durch den Abzug von Stellen und Personal von der deutschen Ostgrenze gedeckt werden”, so Joachim Paulick.
Eine 60-Jährige befand sich am 27.02.2012 gegen 21:15 Uhr zu Fuß auf dem Weg nach Hause, als sich ihr unbemerkt drei unbekannte Männer von hinten näherten. Die Täter entrissen der Frau einen Stoffbeutel mit Sportsachen. Die Dame kam zu Fall und verletzte sich leicht an der rechten Hand, die Täter flüchteten mit dem Beutel (Stehlwert ca. 120,- €) in unbekannte Richtung.
Im wahrsten Sinne des Wortes eine grenzüberschreitende Demonstration mit etwa 150 zumeist Jugendlichen aus Görlitz und Zgorzelec fand am Samstag den 25.02.2012 (europaweiter Protesttag) gegen das Acta-Abkommen (Anti Counterfeiting Trade Agreement) an der Görlitzer Altstadtbrücke statt. Mit Bannern, Schildern und Sprechchören ging es dann um etwa 12:35 Uhr durch Görlitz über dem Obermarkt, Schützenstraße über die Görlitzer Stadtbrücke, durch Zgorzelec zurück auf polnischer Seite zur Altstadtbrücke. In Begleitung deutscher und polnischer Polizei verlief die Demonstration ohne jeglicher Zwischenfälle.
Auch dieses Jahr gibt es wieder den Streckensegelflugwettbewerb der vom om 06.08.2012 bis 10.08.2012 stattfindet. Angesprochen sollten sich auch ausdrücklich junge und/oder noch unerfahrenere Piloten fühlen, die ohne die übliche Wettbewerbshektik Erfahrungen beim gemeinsamen Wertungsstreckensegelflug sammeln wollen. Auch dieses Jahr wird es 2 Klassen geben:
Eine 39-jährige Frau ging gestern am 23.02.2012 etwa gegen 17:35 Uhr zu Fuß entlang der Neißgasse, als sie plötzlich in Höhe des Grundstücks Nr.12 neben sich eine unbekannte männliche Person wahrnahm. Der Mann entriss ihr mit Gewalt die mitgeführte Umhängetasche, aber die Frau wehrte sich. Plötzlich zückte der Täter ein Messer und stach in Richtung der Frau, verfehlte sie jedoch. Die Frau gab nun die Handtasche preis, der Täter entkam über die Altstadtbrücke nach Zgorzelec. In der Handtasche befanden sich neben der Geldbörse auch persönliche Gegenstände der 39-Jährigen. Beamte der deutschen und polnischen Polizei fahndeten sofort beiderseits der Neiße nach dem noch unbekannten Täter, jedoch ohne Erfolg. Der entstandene Stehlschaden beträgt etwa 100,- €, die Frau wurde nach derzeitiger Kenntnis nicht verletzt.
Bereits am 18.02.2012 hat sich auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz ein Schießunfall ereignet, bei welchem nach derzeitigem Erkenntnisstand ein 25-jähriger Hauptgefreiter durch eine Schussabgabe mit einem Gewehr G 36 eines 36-jährigen Hauptfeldwebels verletzt wurde. Dieser erlitt einen Streifschuss am Oberschenkel.
Auf eigenen Wunsch beendet der Geschäftsführer der Städtisches Klinikum Görlitz gGmbH, René A. Bostelaar, seine Tätigkeit. Der Aufsichtsrat der städtischen Gesellschaft hat am 16. Februar dazu beraten und sein Votum ausgesprochen. In einer Sondersitzung am 17. Februar 2012 beauftragte der Stadtrat der Großen Kreisstadt den Oberbürgermeister als Vertreter der Stadt Görlitz in der Gesellschafterversammlung der Städtisches Klinikum Görlitz gGmbH, den Geschäftsführer zum 21. Februar 2012 abzurufen.
Der 20-jährige Fahrer eines PKW VW Polo befuhr am 18.02.2012 die Konsulstraße aus Richtung Postplatz kommend in Richtung Wilhelmsplatz. In Höhe der Hausnummer 12 kam er nach rechts von der Fahrbahn ab und stieß gegen einen geparkten PKW Volvo. Anschließend setzte der Fahrer seine Fahrt bis zum Wilhelmsplatz fort, wo er von Zeugen festgestellt wurde. Als die Polizeibeamten bei ihm eintrafen, bemerken sie unter anderem, dass der 20-Jährige erheblich unter Alkoholeinfluss stand. Auch konnte er keinen gültigen Führerschein vorweisen, da gegen ihn ein Fahrverbot verhängt worden war. Als der junge Mann mit auf das Polizeirevier zur Blutentnahme kommen sollte, versucht er, sich den anstehenden Maßnahmen zu widersetzen. Gegen ihn wird nun wegen Unfallflucht, Trunkenheit im Straßenverkehr, Fahren ohne Fahrerlaubnis und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.
Kurz nach Mitternacht am 17.02.2012 ging bei der Görlitzer Polizei die Information über zu laute Musik aus einer Wohnung auf der Löbauer Straße in der Neißestadt ein. Die eingesetzte Streife ermahnte die Verursacher und fertigte eine Anzeige über die begangene Ordnungswidrigkeit. Keine drei Stunden später ging abermals die Information über Ruhestörung aus dieser Wohnung bei der Polizei ein. Wiederum wurden Streifen vor Ort geschickt. Als die Beamten die sechs Ruhestörer (Fünf Männer zwischen 21 und 28 Jahren und eine 23-jährige Frau) aufforderten, die Musik abzustellen, reagierte diese aggressiv. So ging einer der Täter mit einem gezogenen Samuraischwert auf die Beamten los.
In der Silvesternacht wurden durch unbekannte Personen auf dem Marienplatz in Görlitz in einer Menschenmenge Kugelbomben gezündet. Glücklicherweise wurden keine Personen verletzt. Kugelbomben sind die Feuerwerkskörper, die bei den meisten professionellen Feuerwerken am häufigsten Verwendung finden. Oft sind sie für die ganz besonders tollen und prächtigen Effekte bei einem Feuerwerk verantwortlich. Sie bestehen aus zwei Halbschalen (Pappe oder Plastik), gefüllt mit Effekten und Zerlegerlagerung (Durchmesser von 60mm bis 300 mm) und werden mit Hilfe einer Zündschnur zur Explosion gebracht. Kugelbomben fallen unter das Sprengstoffgesetz und bedürfen zur Nutzung einer besonderen Erlaubnis.
Beamte der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf haben einen 52-jährigen ukrainischen Fahrer kontrolliert. Zur Überraschung der Polizisten transportierte der Mann in seinem Fahrzeug über 20 verschiedene geschützte, zum Teil exotische Tiere (Ara, Servale, Karakale, Zwergmangusten, Streifenhörnchen, Stachelschweine etc.). Er gab an, dass er die Tiere in Spanien bei einem Tierhändler erworben hat und sie nun zur Zucht und zum anschließenden Verkauf in die Ukraine überführen will. Da der Mann die erforderliche Ausfuhrgenehmigung der spanischen Behörden nicht vorlegen konnte und die vorgefundenen Transportbedingungen nicht annähernd den Vorschriften entsprachen, wurden die Tiere vom Zollfahndungsamt Dresden und vom Amtsveterinärarzt beschlagnahmt.
Das sonnige Wochenende und der strahlend blaue Himmel zog zahlreiche Spaziergänger zum komplett zugefrorenen Berzdorfer See. Wie dick die Eisdecke war konnten wir leider nicht ermitteln, jedoch waren recht viele (uns eingeschlossen) auf eigene Gefahr zu Fuß oder per Ski auf dem Berzdorfer See unterwegs. Hin und wieder gab es Bruchstellen zu sehen die schätzungsweise 5 bis 10cm dick waren. Dennoch ist Vorsicht geboten - der See ist nicht gleichmäßig dick zugefroren! Wir haben einige Impression eingefangen die wir hier gerne zeigen möchten: