Reichenbach, Schulstraße/Gartenstraße/Mittelstraße
Das Herrchen eines Katers hat am 02.02.2012 bei der Polizei Anzeige erstattet. Bei einer tierärztlichen Röntgenuntersuchung in dieser Woche, so der Besitzer, habe man festgestellt, dass der Freigänger ein Luftgewehr-Geschoss in einer Vorderpfote stecken hat. Es sei gut möglich, dass die Schuss-Verletzung schon einige Monate alt ist (möglicherweise im August 2011 zugefügt).
Zu einem Vorfall, der sich bereits Ende des vergangenen Jahres ereignete, benötigt die Görlitzer Polizei nun die Mithilfe der Bevölkerung. Am 18.12.2011 hatte eine 22-Jährige in den frühen Morgenstunden in der Diskothek „Nostromo“ auf der Görlitzer Cottbuser Straße getanzt. Dabei bemerkte die junge Frau plötzlich einen leichten brennenden Schmerz in ihrer linken Kniekehle. Als sie an sich herunter schaute, sah sie neben sich einen Mann kniend, der gerade dabei war, eine Spritze aus ihrer Kniekehle zu ziehen. Der 22-Jährigen wurde später übel, sie musste zur medizinischen Versorgung in eine Klinik gebracht werden.
Ein unbekannter Täter hat am 21.01.2012 eine Frau auf dem Görlitzer Untermarkt beraubt. Er kam der Geschädigten 62-jährigen Frau entgegen und riss ihr als sie sich auf gleicher Höhe befanden im Vorbeigehen die Handtasche von der Schulter. Dabei stürzte die Frau und verletzte sich leicht. In der Umhängetasche befanden sich persönliche Dokumente, Bargeld sowie ein Handy. Geschätzter Gesamtschaden etwa 600,- Euro.
Görlitz, Jüdenstraße
Der 37-jährige Eigentümer eines renovierungsbedürftigen Hauses und ein 38-jähriger Bekannter erledigten am 19.01.2012 gemeinsam Arbeiten am Dach des Haus und genehmigten sich im Anschluss noch ein „Feierabendbierchen”. Danach beschloss man zum Abschluss des Tages nochmals nach dem Dach zu sehen. Dabei geschah es: der 38-Jährige stürzte durch ein großes Loch im Boden etwa zweieinhalb Meter in die Tiefe und blieb dort ein Stockwerk tiefer auf einem Balken liegen. Der Hauseigentümer wiederum ließ seinen Bekannten dort einfach liegen und ging davon. Der abgestützte Mann hatte gottlob sein Mobiltelefon einstecken und konnte so die Polizei und Rettungskräfte alarmieren. Diese erreichten den Unglücksort schnell und bahnten sich über abenteuerliche Balkenkonstruktionen und kaputte Zimmerdecken durch das Haus einen Weg zum Verletzten, der hörbar um Hilfe rief. Beim Sturz verletzte er sich und wurde ins Krankenhaus verbracht. Insgesamt war die Baustelle schlecht gesichert und unbeleuchtet, das „Feierabendbierchen” brachte einen Wert von 1,18 Promille beim Abgestürzten. Die Polizei hat die Ermittlungen gegen den Hauseigentümer wegen unterlassener Hilfeleistung aufgenommen.
Derzeit werden im Bereich der Polizeidirektion Oberlausitz-Niederschlesien wieder Trickbetrugsfälle oder versuchte Trickbetrüge registriert, bei denen auf verschiedene Weise versucht wurde, den Opfern Geld zu entlocken. Mal ist es der vermeintliche GEZ-Mitarbeiter, der Einlass in die Wohnung begehrt und dort Geld von den Wohnungsinhabern (meist Senioren) einfordert, mal ist es das Telefonat, in dem ein Anrufer mit Nachdruck sein Opfer überredet, eine bestimmte Taste oder Tastenkombination am Telefon zu drücken. Erhalten die Betroffenen dann ihre Telefonrechnungen, kommt häufig das „böse Erwachen”, wenn auf die Telefonrechnung ein höherer Geldbetrag obendrauf geschlagen wurde. Beliebt bei Ganoven nach wie vor ist der sogenannte Enkeltrickbetrug. Ein ominöser Verwandter, meist ein falscher Enkel, ist in finanzielle Schieflage geraten, bittet die gutgläubige Oma um Geld. Ob via Buchungsbestätigung bei einer angeblich gewonnenen Kreuzfahrt oder die schnelle Bargeld-Übergabe durch einen Boten nach einem vermeintlichen Verkehrsunfall: die Täter sind kreativ, wenn es darum geht, Geld zu ergaunern.
Görlitz, Leschwitzer Straße
Eine 26-jährige Bewohnerin einer Einliegerwohnung im Kinderheim des „Lausitzer Diakonie-Sozialwerkes“ stellte am 13.01.2012 eine Brotschneidemaschine auf der Herdplatte ab, die in der weiteren Folge durch bisher ungeklärte Umstände eingeschaltet wurde. Dabei kam es zum Brand in der Küche, die durch Rußablagerungen derzeit nicht bewohnbar ist. Die Feuerwehr Görlitz war mit 18 Kameraden vor Ort und setzte zur Brandbekämpfung einen Pulverlöscher ein. Bei Ausbruch des Brandes waren elf Kinder, drei Erzieher und zwei Eltern in dem Gebäude. Die 51-jährige Heimleiterin erlitt leichte Verletzungen und musste sich ambulant behandeln lassen. Zum entstandenen Sachschaden liegen noch keine Angaben vor.
Zwei polnische Tatverdächtige (21 und 31) reisten mit einem PKW nach Deutschland ein mit dem Ziel, Einbrüche und Diebstahlhandlungen begehen zu wollen. Ihren Diebeszug begannen sie auf dem Gelände des Truppen-übungsplatzes Oberlausitz, nahe Boxberg. Von dort begaben sie sich offenbar zu Fuß auf das Firmengelände eines Blockhausherstellers in Neustadt und entwendeten ein Quad, eine hochwertige digitale Spiegelreflexkamera der Marke Nikon, inklusive einer Vielzahl von Objektiven. Das Diebesgut lagerten sie in einen unverschlossen, auf dem Gelände abgestellten, Opel Combo. Die Eigentümer bemerkten den Einbruch, verfolgten die Tatverdächtigen, verloren jedoch den Sichtkontakt. Auch ein eingesetzter Fährtenhund konnte die Spur nicht wieder aufnehmen.
Vor Gericht stehen die Angeklagten im Alter zwischen 17 und 29 Jahren mit insgesamt 48 Tatvorwürfen - drei junge Männer und ein Frau deren Ekelhaftigkeit alles übertrifft. Sie hatten 2009 einen Görlitzer in der Kamenzer Straße über mehrere Stunden gedemütigt und misshandelt. Unter anderem musste das Opfer ein Toilettenbecken auslecken, uringetränkte Kinderwindel in den Mund zu nehmen, eine Flasche Urin trinken, und zwischen durch wurden immer wieder Zigaretten auf der Haut ausgedrückt. Zudem haben die Angeklagten ihre Taten noch gefilmt. Nun fand die Gerichtsverhandlung zweieinhalb Jahre später statt, weil die Angeklagten kurz nach ihrer Tat erst in Untersuchungshaft waren. In den folge Monate hatten die Angeklagten aber weiter Straftaten durchgeführt. Nun haben die Angeklagten Freiheitsstrafen von mehreren Monaten auf Bewährung, sowie eineinhalb und zwei Jahren ohne Bewährung erhalten.
Zittau, Gemüsefelder zwischen Humboldtstraße und Hochwaldstraße
Über die Weihnachtsfeiertage vom 23.12.2011 bis 28.12.2011 wurden durch offensichtlich hungrige Diebe etwa 500 kg Rosenkohl von einem Feld am südlichen Stadtrand von Zittau hinter dem Kleinbahndamm zwischen der Humboldtstraße und der Hochwaldstraße ohne Wissen des Bauern abgeerntet. Der Marktwert des Gemüses wird auf ca. 900,- € geschätzt. Möglicherweise sind der oder die Täter dabei gesehen worden? Die Polizei bittet diesbezüglich um Mithilfe der Bevölkerung: Wer kann sachdienliche Hinweise geben oder hat Beobachtungen zu Personen oder Fahrzeugen gemacht, welche sich im o. g. Zeitraum auf dem Rosenkohlfeld zu schaffen gemacht haben? Informationen nimmt das Polizeirevier Zittau auch telefonisch unter 03583 62-0 entgegen.
Der Arbeitsanfall für die im Dienst befindlichen Beamten der Polizeidirektion Oberlausitz-Niederschlesien war in der vergangene Silvesternacht, gemessen an den bekannt gewordenen Sachverhalten, eher durchschnittlich. Über die Notrufzentrale der Polizeidirektion wurden im genannten Zeitraum insgesamt 196 Mitteilungen getätigt. In den überwiegenden Fällen waren die Beamten zur Schlichtung von Streitigkeiten im Familien- und Bekanntenkreis oder zur Ausräumung von Wider-sprüchlichkeiten zwischen Veranstaltungsteilnehmern unterwegs. Auch im Bereich der Gefahrenabwehr, wie zum Beispiel die Gewährung von Hilfeleistungen für Personen die gebrechlich oder allein nicht mehr in der Lage waren, sich selbst zu helfen, schritten die Polizisten mehrfach ein. Leider gab es auch wieder eine Vielzahl von Personen, denen Zerstörung, Gewaltbereitschaft und persönliche Bereicherung im Vordergrund standen. So mussten die Beamten 14 Eigentumsanzeigen, 30 Strafanzeigen wegen Sachbeschädigungen unterschiedlichster Art sowie 16 Anzeigen wegen Körperverletzungen entgegen nehmen. Auch bei kleineren Bränden kam die Polizei zum Einsatz. Nicht immer war jedoch eine verirrte Silvesterrakete die Ursache.