Alle interessierten Görlitzerinnen und Görlitzer sind herzlich zum „Bürgerforum Stadthalle” am 22. November 2012 um 18:00 Uhr in den Humboldtsaal im Humboldthaus, Platz des 17. Juni eingeladen. Wie in der Stadtratssitzung am 18. Oktober 2012 durch Oberbürgermeister Siegfried Deinege angekündigt, werden der interessierten Bevölkerung bei diesem Bürgerforum ausführliche Erläuterungen zur Entscheidung und dem Stadtratsbeschluss „Einstellung des Projektes Sanierung Stadthalle” gegeben. Im Anschluss an ihre Ausführungen stehen Oberbürgermeister Siegfried Deinege und Bürgermeister Dr. Michael Wieler selbstverständlich für Fragen der Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung.
Oberbürgermeisters Siegfried Deinege teilt wie folgt mit: In den zurückliegenden Wochen habe ich viel Zeit investiert, mich in die Prozesse und Abläufe innerhalb der Stadt einzuarbeiten. Als eines der wichtigsten Großprojekte hat die Stadthalle dabei einen hohen Stellenwert eingenommen und ich habe dieses Projekt mit großer Entschiedenheit und Sorgfalt geprüft und angetrieben. In vielen Gesprächen, Konferenzen und Planungstreffen wurde das Projekt ausführlich diskutiert. Sinn und Zweck einer Planung ist es, Abläufe zu hinterfragen, vorhersehbare Risiken zu erkennen und diese bereits im Vorfeld einer Umsetzung zu minimieren. Im Ergebnis der bisherigen Planung zur Sanierung der Stadthalle mussten wir feststellen, dass die Erwartung, zeitliche und finanzielle Risiken zu verringern, nicht eingelöst werden konnte. So bitter es ist, müssen wir jetzt zur Kenntnis nehmen: Mit dem Sanierungsprojekt wurde mindestens ein Jahr, wenn nicht anderthalb Jahre zu spät begonnen. Ein solch umfassendes Vorhaben, an einem denkmalgeschützten Gebäude, im öffentlich-rechtlichen Raum und mit den zu beachtenden Vorschriften für europäische Fördermittel, ist in der uns noch zur Verfügung stehenden Zeit nicht zu realisieren, ohne dass erhebliche finanzielle Risiken für die Stadt eingegangen werden, die ich als Oberbürgermeister nicht verantworten kann.
„Die Sanierung der Stadthalle stellt eine wirtschaftsfördernde Maßnahme in Höhe von 33 Millionen Euro dar. Davon können viele Firmen profitieren und Arbeitsplätze in unserer Stadt und in der Region mittelfristig sichern“ so der CDU-Vorsitzende Herr Octavian Ursu. Der Technische Ausschuss hatte Anfang des Jahres der Firma Drees & Sommer AG folgenden Auftrag erteilt: "Erstellen einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und eines Betreibungskonzeptes zur Vorbereitung der Stadthallensanierung". Kostenpunkt für beide Studien rund 130.000 Euro, diese sind in den geplanten Baunebenkosten enthalten. Die Sanierung der Stadthalle ist eine Sache, aber das betreiben und die jährliche Unterhaltung ist eine ganz andere Geschichte.
Hier die Investitionskostenschätzung zur Sanierung der Stadthalle Görlitz der Firma Drees & Sommer AG aus Dresden. In der Einschätzung sind allerdings auch einige Elemente nicht in der Einschätzung enthalten.
Die Görlitzer Stadthalle wird vermessen. Zur Zeit läuft für die Görlitzer Stadthalle noch eine Ausschreibung zur Findung eines Architekten. Für eine Sanierung und Modernisierung wird nun die Stadthalle von einem Dresdner Vermessungsbüro vermessen. Hierzu sind genaue Messpunkte erforderlich, die jetzt überall am Objekt angebracht sind.
Wie Phönix aus der Asche hört (neuster Beschluss zur Stadthalle) man wieder plötzlich etwas vom Förderverein Stadthalle Görlitz e.V. Achja richtig, dass ist doch der Verein der auf E-Mail-Anfragen im März 2009 gar nicht reagiert hat. Wie der Zufall so spielt ist der Fördervereinschef Thomas Leder auch CDU-Stadtrat. Da stellt man sich nun doch die Frage, ob nicht das Thema Stadthalle einfach nur Mittel zum Zweck (Wahlkampf) war. Die Pressemitteilung auf der Website sind jedenfalls 4 Jahre alt! Was soll man nun davon halten?
Ich kenne kein anderes Objekt in Görlitz über das so viel diskutiert, verhandelt und geredet wurde und noch immer wird. Die Stadthalle Görlitz wurde 2004/2005 geschlossen und seit dieser Zeit steht das Gebäude ungenutzt rum. Das sind jetzt über 4 Jahre in denen geredet wird, geredet wird und nochmal geredet wird. 2007 dann ein Lichtblickt - die Stadt Görlitz verpflichtete sich ihrerseits, einen Investor bei der Akquise von Fördermitteln zu unterstützen. Investor und die Stadt fanden aber keine Lösung, womit die Stadthalle weiter ungenutzt in der Gegend rum steht. Bis heute gibt es keinen Lösungsweg, kein Investor der die Stadthalle wieder zum leben erwecken würde. Aber man kann ja noch weitere Jahren warten, bis dahin ist die Stadthalle von selber zusammen gefallen. Es fällt schon der Putz ab und Risse bilden sich in den Wänden - naja der Rest macht die Natur :)