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Zahlen sind bekanntlich wie "Schall" und "Rauch" - manchmal eben nur nichtssagend. Ein ganzes Jahr habe ich alle offiziellen Meldungen über Autoklau erfasst (
Mega-Beitrag) und nun ausgewertet. Statistiken die nur melden, dass im Bereich Oberlausitz über 200 Autos geklaut wurden, sind langweilig und wenig aussagekräftig. Ich habe jetzt daraus mal ein Fazit gezogen und den Autoklau nach Monat und Fahrzeug-Typ ermittelt. Das Resultat zeigt ganz deutlich welche Fahrzeug-Typen man im Grenzbereich nicht kaufen sollte.
Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat Autodieben den Kampf angesagt - so steht es in der Presse. Vermutlich jetzt erst recht, denn dem Bundesinnenminister wurde jetzt selber das Privatauto geklaut. So wurde der Audi jetzt in Dresden gestohlen. Durch Zufall wurde bei einer Polizeiaktion der Audi auf der A4 entdeckt wie er in Richtung Polen raste. Nun folgte eine große Verfolgungsaktion. Angeblich soll diese aber nicht mit dem prominenten Besitzer zu tun gehabt haben. der Pole wurde nach einem Fluchtversuch festgenommen.
In der Nacht vom 24.6. zum 25.6. führten die sächsische Polizei und die Bundespolizei einen gemeinsamen landesweiten Fahndungstag durch. Diese Fahndungsaktionen finden seit Mai 2010 in unregelmäßigen Abständen statt. Die Fahndungstage sind Teil des 15-Punkteprogrammes der Sicherheitsarchitektur im Grenzraum. Insgesamt waren über 1000 Beamte im Einsatz.
Die Stimmen nach mehr Grenzkontrollen zu Polen werden immer lauter. Sehr viele Görlitzer sind mit der derzeitigen Lage sehr unzufrieden. Autodiebe, Überfälle auf Passanten, Einbrüche in Grundstücke, Sozialabzocke und Ladendiebstähle durch polnische Bürger häufen sich und sind schon Tagesordnung. Keineswegs ist man gleich ein Polenfeind. Fakt ist aber, dass die meisten Görlitzer nicht gut auf den krimineller Teil der polnischen Bürger zu sprechen sind. Und Fakt ist auch das Görlitz ein Image-Schaden dadurch erleben könnte. Wollen wir nun mehr Grenzkontrollen oder nicht?
Umfrage: Soll es mehr Grenzkontrollen geben?
Mit dem Autodiebstahl in Görlitz und Umgebung haben auch die Diebstähle von Traktoren und anderen Nutzfahrzeugen hat auch zugenommen. Was für normale Bürger ein Rätsel ist, ist vermutlich für Diebe ein Kinderspiel. So ein Traktor ist recht groß, schwer und fährt auch nicht schnell. Wie aber dennoch Traktoren klauen kann, ohne das dies jemand bemerkt ist Schleierhaft. Bevorzugte Region vom Traktorklau ist das Oberland. Es wird vermutet, dass die Täter mit Sattelschlepper anrücken. Jedenfalls ergaben das Ermittelungen beim Traktorklau in Rauschwitz, wo zwei gesichert abgestellte Traktoren der Marke „John Deere” im Gesamtwert von ca. 400.000,- Euro geklaut wurden.
Nun soll mit moderner Technik gegen Autoklau vorgegangen werden. Bereits dieses Wochenende waren schon Polizeihubschrauber am nächtlichen Lausitz-Himmel im Einsatz. Diese Hubschrauber sind mit Wärmebildkameras und Nachtsichtgeräten ausgestattet und fliegen über ländliches Gebiet. Aus großer Höhe können sie jede Fahrzeugbewegung durch Wälder oder Hinterhöfe aus der Luft beobachten und natürlich auch verfolgen.
Wie heute vom SMI (Sächsisches Staatsministerium des Innern) berichtet wurde, sollen konkrete Vereinbarungen zwischen sächsischer und polnischer Polizei zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit und Bekämpfung der internationalen Kraftfahrzeugkriminalität getroffen sein. Dabei geht es um die Bildung gemeinsamen Ermittlungs- und Fahndungsgruppen. Den Informationsaustausch und die Möglichkeit den beidseitigen Ermittlungsstand in grenzüberschreitenden Verfahren abzugleichen. Enge Abstimmung bei geplanten Einsatzmaßnahmen sowie eine Vielzahl weiterer Maßnahmen. Gleiche Vereinbarungen werden in den kommenden Tagen auch mit der tschechischen Polizei getroffen.
Klauen wir heute ein Auto - natürlich nicht, aber so hätte man die Überschrift auch nennen können. Was sich lustig anhört, ist für die Betroffenen in der Grenzregion zu Polen oder Tschechien weniger zum Lachen. Das der Autoklau, Einbrüche in Fahrzeuge oder Verschwinden von Nutzfahrzeugen immer noch im vollem Gange ist, soll dieser Beitrag in Form einer Chronik zeigen. Alle Meldungen basieren auf Polizeiangaben oder Informationen von Betroffenen. Nunja, es wird jedenfalls eine lange Liste ...
Es ist der 23.12.2009 und Innenminister Markus Ulbig dankt der Polizei mit den Worten "Sachsen ist weiterhin eines der sichersten Bundesländer. In den letzten Jahren haben wir im Freistaat Sachsen den niedrigsten Stand der Kriminalität seit 1992 feststellen können. Diese erfreuliche Entwicklung ist ein Ergebnis der guten Arbeit der sächsischen Polizei". Weiterhin wird der Beispielhafte Einsatz beim Obama-Besuch erwähnt. Was gar nicht erwähnt wurde, ist das Top-Thema Autoklau entlang der polnischen und tschechischen Grenze. Aber nun soll alles besser werden ... wirklich?
Es ist das Top-Thema im Osten - der ständige und unaufhaltsame Autoklau in der Grenzregion zu Polen und Tschechien. Was kann man nun tun, damit das eigene Auto am nächsten Tag noch vor der Tür steht? Betroffene haben kein Vertrauen in Behörden, haben genug von Versprechungen, Lösungen müssen her.
Jeden Tag verschwinden Fahrzeuge innerhalb der Grenzregionen. Hier einige Hinweise und Tipps was man tun könnte, damit das Auto nicht nach Polen oder Tschechien wandert.