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  • Fast Gleichstand bei der Umfrage zur Ladenpassage in Görlitz

verfasst 12.12.2011 von Redaktion [Gr] | kurze URL: /t1614 | 9 Kommentare

Über 250 Blog-Leser wurden bisher bei der Umfrage zur neuen Einkaufspassage auf der Berliner Straße erfasst. Zur Zeit steht es fast bei Gleichstand. Mit einem kleinen Vorsprung von über 51,5% haben die Görlitzer für ein „Ja” abgestimmt. Natürlich ist die Umfrage nicht repräsentativ. Hier mehr dazu:

Umfrage zur Ladenpassage
Das 30 Millionen Nettekoven Projekt - oder alles nur Fassade?

bisherige Kommentare

Die Kommentare spiegeln die Meinung der Leser wieder und stellen nicht unbedingt die Haltung der Redaktion dar.
1
24.12.2011
Unbekannt meint dazu:
Aus meiner vorherigen Heimatstadt weiss ich, dass es dort aufgrund eines neuen Einkaufscenters nur zu Verlagerungen kam. Drogerien, Bekleidungsgeschäfte zogen in das neue Center. Die Innenstadt wurde menschenleerer. In die geräumten Geschäfte zogen Billiganbieter, Kleinunternehmer oder die Geschäfte blieben ganz leer. Bevölkerungsschwund und Kaufkraftrückgang.

Ich wundere mich über Löbau. Dort ist kein Einkaufscenter und die Läden dort sind meist vermietet.

2
15.01.2012
No Name meint dazu:
Erschreckend, dass in einer Stadt, die im sozialen Ranking so weit unten agiert, ohne erstmal über 50% der Leute dagegen sind. Es ist ja nicht so, dass die Entwürfe den Abriss der halben Stadt nahelegen oder eins der schönsten und beliebtesten Stadtgebiete betreffen würden. Wenn man mal so durch Görlitz läuft, dann denke ich eher, diese Stadt hat jeden Arbeitsplatz und jede noch so kleine Investition bitter nötig. Die Bürger, die jetzt "Hauptsache dagegen" sind (viele mit Rente?), nutzen wahrscheinlich gern die Möglichkeit, in die nahegelegenen Zentren weiter westwärts zum Einkaufen zu fahren und denken, dass allein Kultur und Tourismus in Görlitz zu Blüte und Wohlstand führen werden. Ein Irrglaube.

3
15.01.2012
Cassi meint dazu:
Nun, die Frage ist doch aber, wozu ein weiteres Einkaufszentrum? Warum nicht vorhandenes nutzen? Oder Industrie ausbauen bzw neu ansiedeln? Erst dann wird auch Kaufkraft für ein weiteres Einkaufszentrum da sein, welches aber nicht unbedingt neu gebaut werdfen muss. Das Karstadt steht nach wie vor lee; der besitzer hat null Interesse daran........Möglichkeiten gibt es viele, aber ein weiteres Einkaufszentrum auf Kosten denkmalgeschützer Gebäude ist nicht die Lösung.

4
15.01.2012
Heide Octavia meint dazu:
@ No Name

Es ist in meinen Augen sehr wichtig, dass Sie Ihre Meinung an dieser Stelle veröffentlichen. Sie ist gleichwertig mit den Meinungen anderer Leser zu stellen. Dies möchte ich voranstellen.

Allerdings möchte ich Sie bitten, die folgenden Beiträge und Kommentare dazu quer zu lesen.

„Das 30 Millionen Nettekoven Projekt - oder alles nur Fassade?“ unter http://www.goerlitz-real.de/t1601

„Zwei Paar Schuhe - Welterbe-Bewerbung und Projekt Einkaufspassage“ unter http://www.goerlitz-real.de/t1640

„Werkzeuge zur Entwicklung einer industriellen Wirtschaftskultur in der Stadt Görlitz“ unter http://www.goerlitz-real.de/t1640


Die Motive für das Für und Wider werden in den Beiträgen und Kommentaren offengelegt. Dabei werden Sie feststellen, dass es eben nicht nur „Rentner“, die „Hauptsache dagegen“ sind. Ich würde sogar behaupten, dass Senioren ggf. eine Mehrheit der Befürworter darstellt. Dies lässt sich allein dadurch begründen, dass aufgrund ihrer zunehmend eingeschränkten Mobilität der Aktionsradius schwindet. Damit ist jede Möglichkeit in ihrer unmittelbaren Nähe zur Wohnung freilich willkommen.

Erschreckend dabei ist allenfalls, dass die Wirtschaftspolitik in Görlitz durch Ideen-, Konzept- und Planlosigkeit gekennzeichnet ist. Mehr dazu in den Beiträgen und Kommentaren. Ich stimme Ihnen allerdings zu, dass Tourismus und Kultur allein keine Blüte und vor allem auch keinen Wohlstand bringen wird. Dieses Argument dürfte allerdings auf 90 Prozent der deutschen Städte und Gemeinden zutreffen.

Nur ist Blüte und Wohlstand an dieser Stelle und vor allem vor dem Hintergrund des Passagenneubaus gar nicht das Ziel. Die Befürworter von offizieller Seite erhoffen sich durch die Errichtung eine stärkere Bindung von Kaufkraft in Görlitz.

Kaufkraft = Netto-Einkommen – Lebenshaltungskosten

Und wie der Vorredner bereits andeutet, wird lediglich eine Verlagerung des Handels auf der Berliner Straße, Jakobstraße, City Center Frauentor stattfinden, in Richtung Passage. Auch diese Aspekte wurden bereits beleuchtet. Ich kann Ihnen an dieser Stelle auch die Veröffentlichung von Katja Hoffmann (http://denkmaldebatten.denkmalschutz.de/kontroversen/einkaufszentren/) empfehlen.

Die Welt ist eben nur selten rund, häufig hat sie Ecken und Kanten. Denken Sie bitte darüber nach, warum die Sozialstruktur in Görlitz so desolat ist. Stichwort Wertschöpfungskette. Oder anders ausgedrückt: Durch die Passage wird sich daran (und an der wirtschaftlichen Gesamtsituation) nichts ändern.

5
19.01.2012
eckoe73 meint dazu:
Das scheiß City Center Frauentor war doch schon der absolute Reinfall,jetzt soll ein noch grösseres Monster gebaut werden.Ich frage mich nur für wen,wer soll den hier immerfort einkaufen und von was.Außerdem wird die Stadt immer mehr verschandelt,schade.Ob von denen da oben noch irgendeiner sein Hirn benutzt?

6
19.01.2012
bia meint dazu:
@eckoe73 "...außerdem wird die Stadt immer mehr verschandelt..." Was will man an der Berliner Straße verschandeln? Egal was macht man macht, alles würde besser sein als ihr jetztiger optischer Zustand.

7
22.01.2012
Polareye meint dazu:
Hier gehts doch dem Nettekoven nur um ein Steuergünstiges Anlagemodell. Nicht ohne Grund wird nun Druck von dessen Seite ausgeübt, dass alles schnell, schnell geht!

Bis Juni muss der Drops gelutscht sein, sonst lohnt es sich für Ihn nicht mehr und es wird schnell ruhig werden um dieses Projekt!

8
01.02.2012
Helmut meint dazu:
Als jährlicher Görlitzbesucher würde ich mich auch über eine Belebung der oberen Berliner Str. freuen. Doch eine neue Einkaufspassage würde keine Kaufskraft schaffen, sondern nur verlagern, z.B. aus der Straßburgpassage, der es ja auch nicht besonders gut geht. In Bonn-Bad Godesberg kann man sehen, wie man aus dem ehemaligen Hertie-Kaufhaus ein blühendes Einkaufszentrum schaffen kann. Das könnte auch in Görlitz klappen, trotz des Denkmalschutzes. Außerdem ist der Stadtratsbeschluß ... unter weitgehender Berücksichtigung vorhandener erhaltenswerter Bausubstanz....sehr auslegungsfähig, was bis zum Abriß aller Gebäude führen könnte.

9
15.02.2012
Silvia B. meint dazu:
Einkaufsmöglichkeiten sind meiner Meinung nach reichlich vorhanden. Mit einer weiteren Passage wird der Kundenstrom eigentlich nur verlagert. Die Leute können den Euro nur einmal ausgeben. Wahrscheinlich würden auch kaum hochwertige Läden einziehen, eher wieder nur Billiganbieter, siehe Kö-Passage.

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Berliner-Strasse     B40