Kaum hat das neues Jahr 2010 angefangen, ziehen wieder Autodiebe durch die Lausitz auf der Suche nach Nachschub. Vor einigen Tagen versuchten Autodiebe bei einen Autohaus auf der Rothenburger Straße in Görlitz dort stehende Auto kurz zu schliessen. Nun verschwand in der Nacht vom 4.1./5.1. wieder ein Fahrzeug (neuer weißer BMW GR-EK 333) aus der Südstadt Görlitz. Erstaunlich dabei ist das Autodiebe selbst bei tiefsten Minustemperaturen auf der Suche nach Diebesgut sind. Fakt ist, dass jeder Besitzer natürlich nicht sehr erfreut darüber ist wenn sein Auto am nächsten Tag nicht mehr dort steht, wo es am Vortag noch abgestellt wurde. Es ist auch dann kein Wunder, wenn dann die Bürger in der Grenzregion zu Polen oder Tschechien kein Vertrauen mehr in die Bundespolizei haben. Der Autoklau geht jedenfalls 2010 in die nächste Runde.
Vor der Grenzöffnung (Weihnachten 2007) zu Polen oder Tschechien haben noch einige ganz fest daran geglaubt, dass es keine Steigerung bei der Kriminalität geben würde. Fazit nach 2 Jahren - es ist ganz anders gekommen. Fast jeden Tag gibt es irgendwo in der Lausitz Ladendiebstähle, Einbrüche und Autodiebstähle. Meist werden polnische oder tschechische Staatsbürger dabei erwischt oder später als Täter ermittelt. Natürlich ist nicht jeder polnische oder tschechische Staatsbürger auch ein Täter, aber dafür gibt es in Richtung Russland die meisten kriminellen Vereinigungen. Die Autodiebstähle sind jedenfalls Organisiert. Gezielt werden Autohäuser oder bestimmte Automarken ausgekundschaftet.
Am 30.12.2009 bin ich z.B. selber nach Polen (Görlitz/Hagenwerder) gefahren. Von Polzei, weder auf polnischer noch auf deutscher Seite, war weit und breit nichts zu sehen. Hier hätte ich schon wegen der Tatsache Jahreswechsel und Knallkörper mit Polizeipräsens gerechnet, aber dem war nicht so. Von polinischer Seite gab es auch Meldungen, dass polnische Polizei hier auch verstärkt nach Autoschieberei ausschau hält. Ob dieses Versprechen bereits Früchte trägt ist unklar. 2009 verschwanden jedenfalls ca. 600 Fahrzeuge aus der Lausitz. Wird es nun 2010 weniger oder noch mehr?
[Update 06.01.2010]
Kaum war dieser Beitrag fertig, schreibt heute die SZ-Online dazu folgenden Beitrag:
Sachsens Staatsregierung hat erstmals einen starken Anstieg der Grenzkriminalität nach dem Wegfall der Kontrollen an den Grenzen zu Polen und Tschechien eingeräumt. So nahm die Zahl der Eigentumsdelikte und Autodiebstähle seit Ende 2007 drastisch zu, gab Innenminister Markus Ulbig (CDU) gestern in Dresden bekannt. Landesweit stieg die Zahl der gestohlenen Autos allein im Jahr 2008 um rund 27 Prozent und im Vorjahr noch einmal um 34 Prozent auf insgesamt 3530 Fahrzeuge.
Der Minister räumte auch ein, dass die 51 sächsischen Gemeinden, die an der Grenze zu Polen und Tschechien liegen, „erheblich mehr mit allgemeiner Kriminalität belastet sind“ als vergleichbare Orte in Sachsen. So stieg dort die Zahl der Autodiebstähle im Jahr 2008 um 58 Prozent und im ersten Halbjahr des Vorjahres um 197 Prozent. Unter Sachsens Städten hat heute Zittau die durchschnittlich höchste Kriminalitätsbelastung. Görlitz liegt landesweit auf Platz drei.
| Barometerdruck | 101 mb |
| Temperatur | 10 °C |
| Luftfeuchte | 71% |
| Wind | 3 m/s, 11 km/h, 6 kt, 2 Bft |
| Windrichtung | OSO |
| Sunset | 20:52 Uhr |