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verfasst 15.01.2010 von Redaktion [GR] | kurze URL: /t892 | Kommentar schreiben

Innenminister Markus Ulbig und die Automafia im Grenzgebiet

Es ist der 23.12.2009 und Innenminister Markus Ulbig dankt der Polizei mit den Worten "Sachsen ist weiterhin eines der sichersten Bundesländer. In den letzten Jahren haben wir im Freistaat Sachsen den niedrigsten Stand der Kriminalität seit 1992 feststellen können. Diese erfreuliche Entwicklung ist ein Ergebnis der guten Arbeit der sächsischen Polizei". Weiterhin wird der Beispielhafte Einsatz beim Obama-Besuch erwähnt. Was gar nicht erwähnt wurde, ist das Top-Thema Autoklau entlang der polnischen und tschechischen Grenze. Aber nun soll alles besser werden ... wirklich?

"Innenminister und Chef der polnischen Polizei vereinbaren Maßnahmenpaket"

So lautet heute die Überschrift aus dem Pressebericht vom Sächsisches Staatsministerium des Innern in Sachsen. Die gemeinsamen Streifen zwischen sächsischer und polnischer Polizei sollen deutlich erhöht werden. Merkwürdig dabei ist, dass genau diese Forderung schon einmal auf dem Tisch lag, jedoch das Resultat nicht von Erfolg gekrönt war. Aber nun soll alles besser werden, und dazu gibt es folgene Erklärung:

Künftig sind täglich sowohl zivile als auch uniformierte Streifen im Grenzgebiet unterwegs. Das vereinbarten heute Innenminister Markus Ulbig und der Chef der polnischen Polizei, Hauptkommandant Andrezj Matejuk, in Dresden. An der Beratung nahmen auch Vertreter der Bundespolizei teil. Der Warschauer Polizeichef stimmte ausdrücklich dem sächsischen Vorschlag von gemeinsamen Ermittlungs- und Fahndungsgruppen zu. Damit verbessern sich der Informationsaustausch und die Möglichkeit den beidseitigen Ermittlungsstand in grenzüberschreitenden Verfahren abzugleichen.


Weiterhin sagt Innenminister Markus Ulbig

Es ist mein erklärtes Ziel, die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität weiter zurückzudrängen. Gemeinsam sagen wir den internationalen Autoschieberbanden den Kampf an. Ich bin dankbar, dass uns die polnischen Partner so tatkräftig unterstützen. Diese Maßnahmen dienen nicht nur dem subjektiven Sicherheitsgefühl bei den Menschen in Sachsen, vielmehr wird die Qualität der Verbrechensbekämpfung insgesamt deutlich gesteigert.


Ob diese Aussagen die Bürger im Grenzgebiet beruhigen wird, wird sich noch zeigen. Das Jahr hat eben erst angefangen und eine Handvoll von Fahrzeugen sind allein im Umkreis von Görlitz schon geklaut worden. Bis jetzt hat vermutlich die Polizei ein Problem mit Kommunikation und Entscheidungswege.

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