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verfasst 06.11.2010 von Redaktion [Gr] | kurze URL: /t1208 | 4 Kommentare

Unprofessioneller Umgang mit Unterlagen bei Arbeitsagentur Görlitz

Man könnte meinen, dass persönliche Unterlagen wichtig sind und das der Umgang mit diesem sorgfältig stattfinden sollte. Bei der Arbeitsagentur Görlitz wird das Thema vermutlich nicht ganz ernst genommen. In mehreren Fällen sind Unterlagen (Mietverträge,Arbeitsbescheinigungen,Nachweise etc.) beim Sachbearbeiter, der im selben Gebäude ist, einfach nicht angekommen. Mehrere Personen berichten darüber das Unterlagen aus dem Briefkasten ihr Ziel nie erreicht haben. Selbst persönlich (an der Infotheke) abgegebene Unterlagen sind einfach nicht angekommen. Als Dankeschön bekommen dann die Betroffenen ein Schreiben von der Arbeitsagentur und drohen teilweise mit Leistungskürzungen.

Nach dem Ansprechen von Mitarbeitern auf dieses Thema (Mitarbeiter im 3.Stock) wurde nur mit Axel zucken reagiert. Teilweise haben Betroffene 10 Seiten Kopien in den Briefkasten eingeworfen, die einfach innerhalb eines Hauses beim jeweiligen Sachbearbeiter nicht angekommen sind. Das Geld für die Kopien bekommen aber die Betroffenen auch nicht wieder.

Wenn das Thema nur ein Einzelfall wäre dann könnte man meinen: Es ist nun mal passiert. Leider sieht das in der Realität der Arbeitsagentur Görlitz etwas anders aus. Und wenn schon bei einer Arbeitsagentur solche Fälle mehrmals im Jahr vorkommen, dann kann man abschätzen wie viele es Bundesweit sind.

Fakt ist:

Betroffene sind zurecht stark verärgert, denn sie müssen die Inkompetenz ausbaden. Anträge werden durch nicht fristgemäße Abgabe von Unterlagen künstlich verlängert. Die Bearbeitung von Anträgen zieht sich in die Länge. Sachbearbeiter müssen mehr Zeit in die Bearbeitung von Anträgen oder Leitungen stecken. Am Ende kostet dies mehr Geld und Zeit für Arbeitsagentur, und nur weil ein Mitarbeiter geschlafen hat.

Dieses Problem wurde übrigens auch an die Zentrale in Nürnberg und an die Agentur für Arbeit in Bautzen weitergeleitet.

bisherige Kommentare

Die Kommentare spiegeln die Meinung der Leser wieder und stellen nicht unbedingt die Haltung der Redaktion dar.
1
08.11.2010
Hummel meint dazu:
auch ich gehöre zu denen die immer wieder mit derartigen Briefen schikaniert werden. Obwohl ich immer mir alles an der Infotheke abstempeln lasse verschwinden immer wieder Unterlagen. Eine Verbesserung sehe ich nie da Nürnberg und Bautzen es wissen aber es da genauso gehandhabt wird. Eine Krähe hackt der anderen nunmal kein Auge aus. Aus Nürnberg wird auch nur ein Fingerzeig an den Mitarbeiter in Görlitz kommen und bei erneuter Beantragung werden neue Schikanen seitens der ARGE eingesetzt. Somit ist sicher das auch in Zukunft weiter wichtige Unterlagen verschinden werden. Durch derartige Maßnahmen können auch weiter willkürliche Sanktionen verhängt werden. Politiker schauen weg da die ARGE ja mit Einführung der AGENDA 2010 privatisiert wurde. Menschliche Mitarbeiter wurden damals in die Zwangsrente oder Arbeitslosikgeit abgeschoben und dafür wurden Menschen zu Marionetten unserer Regierung geschult. Wie man leider ließt und viele es auch persönlich am eigenen Leib erfahren genau wie ich. Im kommenden Jahr wenn der soziale Kahlschlag weiter fortgeführt wird kann auch ich keine Verbesserung bei der ARGE sehn sondern die Schikanen werden schlimmer. LEIDER!

2
10.11.2010
Redaktion [Gr] meint dazu:
Vom Geschäftsführer der Arge in Görlitz Eberhard Nagel gibt es dazu folgendes Statement:

Der Postlauf, die Entleerung des Hausbriefkastens und die Verteilung der Poststücke, die persönlich an der Infotheke abgegeben werden unterliegen selbstverständlich internen Regelungen. Im Wesentlichen kommt es darauf an, die Poststücke so schnell wie möglich der entsprechenden Akte zuzuordnen und dem sachbearbeitenden Mitarbeiter zuzuleiten. Ist die Akte bereits in Bearbeitung und hängt nicht in der Aktenhaltung ab, kann es zu Suchaufwänden kommen, wenn sich die Akte z.B. in der Widerspruchsstelle befindet. Andere Beispiele sind ebenfalls denkbar.

Die Mitarbeiter sind sensibilisiert, sich dann unverzüglich um den Vorgang zu kümmern. Etwaige Fehlreaktionen kann ich nicht wirklich leugnen, werde aber erneut die Mitarbeiter zu einen kundenorientierten Verhalten anweisen.

Bitte berücksichtigen Sie auch, dass das Postaufkommen des Dienstleistungszentrums für Arbeit sehr hoch ist, so dass eine Bearbeitung nicht immer sofort erfolgen kann.


3
11.11.2010
Hummel meint dazu:
das was CDU Mitglied Herr Nagel da von sich gegeben hat wundert mich nicht. Immer alles schön reden. Die Realität spiegelt sich ja auch bei den Sozialgerichten wieder. Die Wahrheit sagen ist in Görlitz sowie in Deutschland nicht erwünscht.

4
13.11.2010
Redaktion [Gr] meint dazu:
Da der Geschäftsführer der Arge in Görlitz Eberhard Nagel noch zweifel von solchen Vorkommnissen hat, wurden ihm jetzt konkrete Beispiele geschickt. In dem Beispielen geht es um Unterlagen, die selbst nach Monaten nicht mehr auffindbar sind. Als hätten sich die Unterlagen bei der ARGE Görlitz in Luft aufgelöst.

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Arbeitsagentur