Die neue Internetplattform „Digital-Lesen” von Maik Köberlein aus Zittau ist auf Erfolgskurs. Die Website präsentiert über 7500 Bücher im eBook Format zum Sofort-Download. Das Download-Angebot umfasst Ratgeber, Romane, Fachbücher und natürlich auch Erotik. Und alles kann als Sofort-Download bezogen werden - Versandkosten gibt es nicht. Ein Cleveres System sorgt dafür, dass alle Artikel auf aktuellem Stand gehalten werden. Aber warum überhaupt eBooks? Die Redaktion von GR hat beim Inhaber von www.digitallesen.de einfach mal nachgefragt. PS: GörlitzReal Leser bekommen einen Gutschein mit 10% Rabatt.
Wie bist du überhaupt auf die Idee gekommen einen Shop mit eBooks zu machen?
Da ich zum einem seit ca. 10 Jahren regelmäßig und gerne Bücher lese und zum anderen auch seit über 15 Jahren sowohl beruflich als auch privat täglich mehrere Stunden mit einem PC arbeite, bin ich schon häufiger in Berührung mit elektronischen Büchern/ Texten gekommen. Mich hat dabei immer fasziniert, dass riesige Mengen von Texten auf kleinsten Raum abgelegt, mit einer intelligenten Struktur schnell wiedergefunden und durch die Zoomfunktion an die eigene "Augenverträglichkeit" angepasst werden können. Die Idee selbst entstand also wie bei vielen anderen Gründungen auch im weitesten Sinne aus persönlichen Vorlieben und einer für mich spürbaren Digitalisierung am Buchmarkt. Bevor ich aber den Entschluss fasste, beobachtete ich diesen jungen Markt noch etwa 1,5 Jahre. Auf Grund der ständigen Weiterentwicklung von tragbaren eBook-Readern mit der augenschonenden eInk-Technologie, dem speziell für eBooks entwickelten ePub-Format und der steigenden Nachfrage von eBooks in den letzten zwei Jahren habe ich im Frühjahr 2009 beschlossen, mich selbständig zu machen und einen eBook-Shop zu gründen.
Die Möglichkeiten, eBooks mit anderen digitalen Produkten, wie z. B. Videos, Musik, Sounds oder Software zu verknüpfen, sind nahezu unbegrenzt. Dazu kommen zahlreiche weitere Vorteile gegenüber Büchern in der gedruckten Fassung. Die größten Herausforderungen liegen im Bereich der Sicherstellung des Urheberrechts für den Verlag bzw. Autor auf der einen Seite und der Benutzerfreundlichkeit für den Käufer auf der anderen Seite. Ich bin dennoch davon überzeugt, dass sich der gesamte eBook-Markt mit all seinen dazugehörigen Technologien ähnlich wie der Musikmarkt in den nächsten Jahren in Hinblick auf Quantität und Qualität des Angebotes positiv weiterentwickeln wird und langfristig das Potenzial hat, Bücher im herkömmlichen Format nach und nach abzulösen. Ich glaube aber auch, dass klassische Bücher in diesem Zusammenhang nicht komplett "aussterben" werden.
In diesen Zeiten kann man fast täglich in der Presse lesen, dass wieder ein neuer eBook-Reader produziert wird und bald in den Handel kommt. Dazu kommen Tablet-PC's und Smartphones mit Touchscreen-Technologie, die ebenfalls als eBook-Lesegeräte beworben werden. Ich denke, dass der Trend bei Lesegeräten differenzierter betrachtet werden muss. Wenn man nur gelegentlich Texte liest, eignen sich wahrscheinlich alle genannten Hardwaregeräte. Ist man aber z. B. ein Vielleser, der seine Bücher komfortabel lesen möchte, fallen einige heute noch angepriesenen Lesegeräte schnell durch das Eignungsraster. So ist es aus meiner Sicht wichtig, dass ein Lesegerät über eine bestimmte Bildschirmgröße verfügt, eine augenschonende Technologie wie z. B. eInk einsetzt, die am häufigsten verwendeten Dateiformate plattformübergreifend lesen kann, eine einfache intuitive Bedienung aufweist und auch nicht ständig mit einem Kabel verbunden ist, weil die Akkulaufzeit viel zu gering ist. Weiterhin spielt der Preis für den Kunden natürlich eine Rolle, der meiner Meinung nach noch zu hoch für den Großteil der potenziellen Nutzer ist. Ich denke, dass die technologische Entwicklung der Lesegeräte unter Berücksichtigung der Benutzerfreundlichkeit und Funktionalität weiter voranschreiten wird und die Preise im Gegenzug durch den stark umkämpften Reader-Markt bereits kurzfristig trotzdem fallen werden.
Wer gerne und viel liest, weiß, dass es weniger um ein Titelcover oder die Bindungsform sondern in erster Linie um den Inhalt bzw. die Handlung eines Buches geht und das ist zur Zeit zwischen eBook und klassischen Buch weitestgehend identisch. Um eBooks für den Leser attraktiver zu gestalten, versehen manche Verlagshäuser ihre Werke bereits mit passenden Zusatzinformationen zum Autor oder zur Geschichte. Ich denke, dass dieser Trend hier noch deutlich zunehmen wird. Durch die einfache Verknüpfung zu anderen digitalen Medien (z. B. Videos, Computerspielen) können Knotenpunkte geschaffen werden, die junge Leute oder weniger begeisterte Leser motivieren könnte, häufiger zu lesen.
Ein weiterer Vorteil, der sich auch motivierend auswirken kann, ist, dass man seine gesamte eBook-Bibliothek auf einem leichten eBook-Reader jederzeit und ohne großen Aufwand mit sich führen kann und deshalb auch die Chance hat, mehr zu lesen. Dazu kommt auch noch eine gewisse Neugier zum Format "eBooks", die einige technisch versierte Nicht- oder Wenigleser dazu bewegen könnte, es auszuprobieren und dann vielleicht auch wieder mehr zu lesen. Ich glaube also, dass das Buch in der digitalen Form schon einige Menschen motivieren wird, wieder mehr zu lesen.
| Barometerdruck | 101 mb |
| Temperatur | 26 °C |
| Luftfeuchte | 44% |
| Wind | 3 m/s, 11 km/h, 6 kt, 2 Bft |
| Windrichtung | O |
| Sunset | 20:54 Uhr |